Gottesfürst
Wiegenfest 12.06. Anno 2026
„Der Gottesfürst ist in mir erwacht,
er kam aus finst'rer
Teuflischer Nacht"
X
Erwachen
Als verlorener Mann in endlosen Zeiten erwacht, es war so kalt und finster meine Nacht
Ich schlief so fest, ich wollte nicht sein, so schwarz das Licht in meinem Heim
Luzifer, er sprach so oft mit mir, er gab mir Wein und trank das Bier
Die Dunkelheit legte sich auf mein Sein, wo war die Liebe, wo war mein Heim?
Ich konnte nicht finden des Herzens Schein
Ich blieb allein im Kerzenschein mit mir selbst und mit dem Wein, Luzifer schenkte mir weiter ein
Doch dann ein Lichtstreif durchzog die Nacht,
für einen Moment ward kurz ich erwacht aus der finst‘ren, kalten Nacht
Dieses Licht rief mich: „Komm nur her!”
Ein warmer Tau im Schattenmeer, ich spürte Mut und ich ging näher
Ein lebender Mann, der sollst Du sein im Antlitz der Liebe im Lichterschein
Die Stimme so sanft, keine Angst mehr in mir, erfüllte meine Nacht, ich folgte ihr
Die Urkraft des Lebens im Jetzt und Hier
tötete die Zweifel und Ängste in mir
Ich fand die Liebe, des Lebens Zier, die Stimme des Lichts, keine Angst, keine Gier,
entschwunden die letzten Zweifel in mir
Zerbrochen das Glas mit dem Wein,
Luzifer schenkt sich selbst nun ein Bier und Wein im Kerzenschein
Das Antlitz des Lichts, es führte mich heim
Ja, ein wahrer Mann, edel und rein so soll jetzt mein Leben sein
XVII
Sonnentür
Die Liebe, sie trägt das heilige Sein,
sie fährt mir ins Mark und ins Gebein,
lässt mich froh und munter sein –
Sonnenschein
Viele Jahre im Dunkel verbracht,
ich war ein Teil der Teuflischen Nacht,
sie ist aus dem schwarzen Lichte gemacht
Kein Lichtengel wollte bei mir sein,
tief war das Tal, kalt war mein Heim,
ich ließ ihn nicht zu, den Sonnenschein
Ich schlug sie immer wieder zu,
die Sonnentür,
kalt war mein Reich, keine Wärme in mir,
ich ließ sie nicht zu,
die Sonnenzier
Angst vor der Liebe in meinem Heim,
ich konnte nicht leben,
ich konnte nicht sein
Der Kerker ließ kein Licht hinein,
ich wollte lieber einsam sein,
Jahre voller angstvollem Schrei‘n
Doch plötzlich dringt ein Lichtstrahl
durch die Kerkertür
Ich rufe: „Leben, ja, ich bin hier!‘
Nun bricht sie auf, die Kerkertür,
Liebe und Licht, es strömt zu mir
Ich gehe hindurch, bin jetzt bereit,
vor mir die neue Lebenszeit,
hinter mir die Einsamkeit,
eingehüllt ins schwarze Kleid
Ich lasse jetzt zu
Liebe und Wärme
in mir,
ich schließe nie wieder
die Sonnentür,
die dunkle Einsamkeit
liegt hinter mir
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